Archive for März 29th, 2010
Die am 15. Februar von der libyschen Regierung verhängten Einreisebeschränkungen für Bürger der Schengen-Staaten sind am 27. März mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden. Im Gegenzug hatte sich die Schweiz bereit erklärt, das Einreiseverbot fuer 188 Mitglieder der libyschen Führungsspitze aufzuheben.
In seinen am 28. März überarbeiteten Reisehinweisen greift das Auswärtige Amt diese jüngste Entwicklung auf und schreibt wörtlich:
„Libyen hat am 27. März 2010 bekannt gegeben, dass die am 15. Februar 2010 verkündeten Einreisebeschränkungen fuer Bürger des Schengen-Raumes einschließlich Deutschland aufgehoben wurden.“
Am 29. März morgens ist es während des Hauptberufsverkehrs zu zwei Selbstmordanschlägen in der Moskauer U-Bahn gekommen. Ein erster Anschlag ereignete sich kurz vor 8.00 Uhr (Ortszeit) in der im Stadtzentrum gelegenen Haltestelle Lubjanka, ein zweiter folgte kurz darauf in der Metrostation Park Kultury. Jüngsten Medienberichten zufolge kamen mindestens 30 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, nähere Informationen über Hintergründe und Motive der Taeter liegen aktuell noch nicht vor.
In Reaktion auf diese Ereignisse hat das Auswärtige Amt am Vormittag des 29. März seinen Sicherheitshinweis wie folgt aktualisiert:
„Am Morgen des 29. März 2010 ereigneten sich in der Moskauer Metro zwei Sprengstoffexplosionen. Es muss von mehreren Dutzend Toten und Verletzten ausgegangen werden. Reisende werden gebeten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Weisungen der örtlichen Sicherheitskräfte Folge zu leisten. … Wie verschiedene Anschläge gezeigt haben, kann es in Russland auch außerhalb der Kaukasus-Region jederzeit zu Attentaten kommen. Die generelle Empfehlung, besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht insbesondere beim Besuch von nicht besonders polizeilich geschützten Menschenansammlungen und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (insbesondere U-Bahn, Bus) walten zu lassen, gilt unverändert.“