Archive for April 26th, 2010
Nach dem Ausbruch des Eyjafjalla-Vulkans normalisiert sich die Lage in Island zunehmend. Nach unseren ausführlichen Recherchen ergibt sich aktuell folgendes Bild:
Die Flughäfen von Keflavik und Reykjavik sind seit dem 26. April morgens wieder für den regulaeren Flugbetrieb geöffnet. In den letzten Tagen hatte Icelandair Flüge nach Europa über alternative Verbindungen vom im Norden der Insel gelegenen Flughafen Akureyri über Glasgow aufrecht erhalten. Ab sofort werden alle internationalen Verbindungen wieder über den Flughafen Keflavik abgewickelt.
Messungen zeigen, dass die seismische Aktivität und der Explosionsdruck des Vulkans insgesamt deutlich abgenommen haben. Das Risiko neuer Großeruptionen ist spuerbar zurückgegangen. Auch beim in unmittelbarer Nähe liegenden Schwestervulkan Katla verzeichnen die isländischen Behörden momentan keine verstärkte vulkanische Aktivität. Alle Vulkane Islands unterliegen dauerhaft einem umfassenden Monitoring-Programm, das es den isländischen Behörden ermöglicht, gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung frühzeitig zu ergreifen.
Die wichtige Ringstraße um die Insel, die vergangene Woche von den Behörden zunächst wegen des starken Ascheniederschlags gesperrt wurde, ist seit dem 21. April wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben.
Nennenswerte Ascheniederschläge konzentrierten sich auf einen Umkreis von 20 Kilometer rund um den Eyjaflalla-Vulkan. Es wird damit gerechnet, dass die Asche auch in diesem kleinen Gebiet durch die Regenfälle der nächsten Tage weggeschwemmt wird. In allen anderen Regionen Islands gab es dagegen keine oder nur sehr geringe Ascheniederschläge. Nach jetzigem Erkenntnisstand sind außerdem keine Anzeichen dafür erkennbar, dass die ausgestoßene Aschewolke mit gesundheitsgefährdenden Partikeln belastet war.
Fast alle Regionen Islands können aktuell uneingeschränkt besichtigt werden. Ausnahme bilden nur Teile des nördlich vom Eyjafjalla-Vulkan gelegenen Thorsmoerk-Gebiets, das bis auf Weiteres wegen des aktuellen Lava-Ausbruchs teilweise geschlossen ist.
Bei einem lokal begrenzten schweren Tornado kamen am 24. April im US-Bundesstaat Mississippi mehrere Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Der Tornado verursachte zudem schwere Sachschäden. Besonders betroffen war die in der Nähe der Grenze zu Louisiana gelegene Stadt Yazoo.