Archive for Juli, 2010
Bei der Explosion eines Sprengsatzes im Rajdamri-Einkaufsviertel von Bangkok ist am 25. Juli ein Mensch getötet worden, zehn Menschen wurden verletzt. Das Einkaufsviertel war im April und Mai das Zentrum wochenlanger Proteste der oppositionellen Rothemden.
Bisher sind Urheber und Ziel des Anschlags unklar, ein Bekennerschreiben liegt den thailändischen Behörden noch nicht vor. Am 25. Juli wurden in Bangkok Nachwahlen abgehalten. Da der Sprengsatz kurz nach Schließung der Wahllokale detonierte, vermuten Beobachter einen konkreten politischen Hintergrund.
Aktuell gilt der am 21. Juli aktualisierte Thailand-Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Darin informiert das Amt über die schrittweise Normalisierung der Lage nach dem Ende der Demonstrationen von April und Mai, weist aber insbesondere für Bangkok auf eine allgemeine Anschlagsgefahr hin. Wörtlich heißt es:
„Wie in vielen andere Ländern auch, kann in Thailand eine allgemeine Gefahr von terroristischen Anschlägen niemals ausgeschlossen werden. Diese Gefahr besteht noch am ehesten in der Hauptstadt, vor allem gegen zentrale Einrichtungen des Staates. In den großen Touristenzentren außerhalb Bangkoks wie Pattaya, Phuket, Koh Samui u.a. gilt diese Vermutung weniger, ebenso wenig im Norden Thailands (Chiang Mai, Chiang Rai). Konkrete Hinweise oder Verdachtsmomente liegen dem Auswärtigen Amt aber nicht vor. Ausländer sind bisher von allen Auseinandersetzungen nicht direkt betroffen worden.“
Am vergangenen Freitag sind drei Waggons des Glacier-Express auf der Strecke zwischen Lax und Fiesch im Oberwallis entgleist. Bei dem Unfall kam ein Mensch ums Leben, 40 Personen wurden verletzt. In dem verunglückten Zug sind keine Gäste von uns gereist.
Nach Abschluss der Aufräumarbeiten verkehren die Züge der Matterhorn-Gotthard-Bahn und des Glacier-Express seit Sonntag wieder regulär. Die Unfallursache ist bisher unbekannt, die Bahnverwaltung kündigte umfangreiche Untersuchungen an.
Im indischen Unionsstaat West-Bengalen ist in der Nacht zum 19. Juli ein Expresszug mit einem in einem Bahnhof haltenden Personenzug zusammengestoßen. Bei dem Unglück, das sich 200 Kilometer nördlich von Kolkata ereignete, kamen mindestens 50 Menschen ums Leben. Angaben über mögliche Ursachen wurden bisher nicht bekannt, ein Anschlag kann nach Informationen der indischen Behörden jedoch ausgeschlossen werden.
Taifun Conson hat in den vergangenen Tagen auf den Philippinen schwere Schäden angerichtet. Heute Abend wird er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde den SĂĽden der chinesischen Insel Hainan streifen. Morgen am 17. Juli soll er sĂĽdlich von Hanoi das vietnamesische Festland erreichen und sich nach seinem “Landfall” zu einem kräftigen Tiefdruckgebiet abschwächen.
Rund um die alljährlich Mitte Juli stattfindenden Gedenkmärsche des protestantischen Oranier-Ordens ist es in Belfast wieder zu schweren Krawallen zwischen radikalen katholischen Gegendemonstranten und der Polizei gekommen. Schwerpunkt der Unruhen in der Nacht zum 15. Juli war das mehrheitlich von Katholiken bewohnte Stadtviertel Ardoyne. Die jüngsten Proteste haben am 11. Juli begonnen und flammen seitdem jede Nacht erneut auf. Medienberichten zufolge wurden bisher Dutzende Polizisten und Demonstranten verletzt.
Vertreter der an der nordirischen Regionalregierung beteiligten katholischen und pro-irischen Sinn-Fein-Partei verurteilten die gewalttätigen Auseinandersetzungen. Dennoch haben die Proteste zusammen mit mehreren in den letzten Monaten gegen Sicherheitskräfte verübten Anschlägen zu einer Verschärfung des innenpolitischen Klimas in Nordirland geführt.
In seinem am 2. Juli aktualisierten Reisehinweis zu Nordirland informiert das Auswärtige Amt ueber die zunehmende Gewaltbereitschaft radikaler pro-irischer Gruppen und schreibt wörtlich:
„Trotz der Bildung einer gemeinsamen Regierung von Democratic Unionist Party (DUP) und Sinn Féin im Mai 2007 und einer zunächst deutlichen Entspannung der Sicherheitslage, kam es 2009 sowie 2010 zu gravierenden Anschlägen republikanischer Extremisten in Nordirland. Diese haben zur Folge, dass die nordirische Polizei sowie die die Situation in Nordirland überwachende „Independent Monitoring Commission“ von der höchsten Gefährdungslage seit sieben Jahren ausgehen. Die Koalition zwischen DUP und Sinn Féin und der Friedensprozess als solches sind jedoch nicht gefährdet.“
Irland als Reiseland ist dadurch nicht betroffen.
Die griechischen Gewerkschaften haben für den 15. Juli erneut zu Streiks aufgerufen. Betroffen sind auch die Flughäfen Athen und Thessaloniki, wo die Fluglotsen von 11 bis 15 Uhr ihre Arbeit niederlegen.
Am 12. Juli ist es in mehreren Stadtvierteln von Belfast zu heftigen Zusammenstößen zwischen katholischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Auslöser waren die traditionellen Umzüge des protestantischen Oranier-Ordens zum Jahrestag des Sieges von Wilhelm von Oranien über die Katholiken im Jahr 1690. Die Unruhen klangen erst in den Morgenstunden des 13. Juli ab, mehrere Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.
Mittlerweile hat sich die Situation wieder beruhigt. Vertreter der beiden einst verfeindeten politischen Lager, die seit 2007 eine breite Koalitionsregierung bilden, verurteilten übereinstimmend die gewalttätigen Auseinandersetzungen. Vor dem Hintergrund mehrerer Anschläge, die in den letzten Monaten gegen Sicherheitskräfte verübt worden waren, bleibt die Lage in Nordirland jedoch weiterhin angespannt.
In seinem letztmalig am 2. Juli aktualisierten Reisehinweis zu Nordirland informiert das Auswärtige Amt über die zunehmende Gewaltbereitschaft radikaler republikanischer Gruppen und schreibt wörtlich:
„Trotz der Bildung einer gemeinsamen Regierung von Democratic Unionist Party (DUP) und Sinn Féin im Mai 2007 und einer zunächst deutlichen Entspannung der Sicherheitslage, kam es 2009 sowie 2010 zu gravierenden Anschlägen republikanischer Extremisten in Nordirland. Diese haben zur Folge, dass die nordirische Polizei sowie die die Situation in Nordirland überwachende „Independent Monitoring Commission“ von der höchsten Gefährdungslage seit sieben Jahren ausgehen. Die Koalition zwischen DUP und Sinn Féin und der Friedensprozess als solches sind jedoch nicht gefährdet.“
Bei zwei schweren Anschlägen in Kampala sind am 11. Juli abends nach Angaben der ugandischen Polizei mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Sprengsätze explodierten während der Übertragung des WM-Endspiels in einem äthiopischen Restaurant und einem Rugby-Club.
Unbestätigten Medienberichten zufolge explodierte ein dritter Sprengsatz in einem Vorort der Hauptstadt. Ein Bekennerschreiben liegt bisher noch nicht vor. Die ugandischen Behörden gehen jedoch davon aus, dass eine radikal-islamische Terrorgruppe aus Somalia für die Anschläge verantwortlich ist. Uganda beteiligt sich mit einem Kontingent an den Friedenstruppen der Afrikanischen Union in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Zudem ist Uganda an der Ausbildung somalischer Regierungstruppen beteiligt.
Aktuell gilt der letztmalig am 22. April 2010 aktualisierte Reisehinweis des Auswärtigen Amtes, in dem das Amt über eine allgemeine terroristische Gefährdung in Uganda informiert und wörtlich schreibt:
„Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.“
Die griechischen Gewerkschaften haben für den 8. Juli erneut zu Streiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem der Flug- und Fährverkehr sowie öffentliche Busse und Bahnen.
Weitere Streikaktionen in Griechenland sind auch weiterhin nicht auszuschlieĂźen.
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