Bei einem Anschlag mit Molotov-Cocktails in einer Strandbar in Cancun sind am 31. August frühmorgens (Ortszeit) acht Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo vermutet die Hintermänner des Anschlags im Drogenmilieu.
Seit Jahren unternimmt die mexikanische Regierung große Anstrengungen im Kampf gegen die Drogenkriminalität im Lande. Insbesondere der Norden Mexikos und das Grenzgebiet zu den USA waren in den letzten Jahren Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Staatsorganen und den Drogenbanden einerseits und zwischen den Banden andererseits. Grundsaetzlich haben diese Auseinandersetzungen zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage im gesamten Land geführt.
Derzeit gilt der letztmalig am 28. Mai 2010 aktualisierte Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes, in dem es wörtlich heißt:
„Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. … Immer wieder sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt. Den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der Organisierten Kriminalität sowie der Drogenbanden untereinander sind im vergangenen Jahr mehr als 6.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Gewalt ist besonders ausgeprägt in den nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika und den dort gelegenen Großstädten wie Tijuana, Ciudad Juarez, Reynosa und Chihuahua, aber keineswegs auf diese beschränkt.“