Unmittelbar vor der Wiederaufnahme von Nahost-Friedensverhandlungen sind am 31. August abends vier israelische Siedler bei einem gezielten Anschlag getötet worden. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe der Stadt Hebron im Westjordanland. Der bewaffnete Arm der Hamas-Bewegung hat die Verantwortung fuer die Tat uebernommen. Trotz dieses Anschlags bestätigte die israelische Regierung ihre Absicht, an den vereinbarten Gesprächen in Washington festhalten zu wollen, kündigte gleichzeitig jedoch harte Vergeltungsmaßnahmen an.
In seinem letztmalig am 26. August überarbeiteten Sicherheitshinweis zu Israel und den palästinensischen Gebieten geht das Auswärtige Amt auch auf die Sicherheitslage im Westjordanland ein und schreibt wörtlich:
“Auch in der Westbank ist die Anzahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle signifikant zurückgegangen. Der Aufbau palästinensischer Sicherheitskräfte hat seit 2007 Fortschritte gemacht. … Dennoch bleibt auch in der Westbank ein von militanten islamistischen Gruppen ausgehendes Sicherheitsrisiko bestehen. In jüngster Zeit haben auch die Übergriffe von israelischen Siedlern, insbesondere bei Hebron und Nablus, signifikant zugenommen. Es wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam zu verfolgen.”