Posts Tagged ‘Aschewolke’
Am 28. August ist der seit vielen Jahrhunderten inaktive Sinabung-Vulkan im Norden Sumatras ausgebrochen. Nach weiteren Eruptionen in den letzten Stunden riefen die Behörden die im unmittelbaren Umkreis des Vulkans lebende Bevölkerung zum Verlassen ihrer Häuser auf. Eine Aschewolke hat mittlerweile auch die circa 70 Kilometer entfernte Stadt Medan erreicht, der Flugverkehr nach Medan konnte bisher jedoch aufrecht erhalten werden.
Die Inseln Java, Bali und Lombok sowie das auf der anderen Seite der Straße von Malakka gelegene Malaysia mit der Hauptstadt Kuala Lumpur sind bisher nicht von der Aschewolke betroffen.
Nach der aktuellen Fünf-Tages-Prognose des Volcanic Ash Advisory Centers (VAAC) in London wird es am Pfingstwochenende keine Flugeinschränkungen durch die Aschewolke geben. Am Dienstag, 18. Mai wurden die Grenzwerte für die Beurteilung der Gefahrenzonen der Aschewolke überarbeitet. Zahlreiche Messfluege und Untersuchungen von nationalen Luftfahrtbehörden und verschiedenen Airlines haben nun zu einer breiteren und verlaesslicheren Datenbasis für die Bewertung der Situation geführt.
Das VAAC veroeffentlicht jeden Tag die neuesten Prognosen zur Ausbreitung der Aschewolke. Dabei werden drei Zonen unterschieden:
- Red Zone: Asche kann in der Luft vorhanden sein, aber Flugverkehr ist uneingeschränkt möglich
- Grey Zone: Asche ist in der Luft vorhanden und Flugverkehr ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich
- Black Zone: der höchste zulässige Grenzwert an Aschekonzentration ist überschritten und Flugverkehr ist nicht möglich
Die Aschewolke hat sich momentan über Europa weitestgehend aufgelöst, die Red Zone liegt über großen Teilen der Arktis. Grey Zone und Black Zone sind momentan nur im Osten Islands ausgewiesen, einzelne kleine Bereiche ueber Nordsibirien sind als Grey Zone definiert.
Bis Pfingstsamstag bleibt die über dem Nordatlantik herrschende Südwestströmung bestehen, so dass die vom Eyjafjallajoekull ausgestoßene Asche weiterhin nach Norden abtransportiert wird. In der Nacht zum Pfingstsonntag soll der Wind rund um Island von Südwest über West auf Nord beziehungsweise Nordost drehen, sodass ab Pfingstsonntag wieder ein Abtransport der Asche nach Süden beziehungsweise Südwesten erfolgen könnte. Dabei soll aber nach jetzigen Vorhersagemodellen bis einschließlich Pfingstmontag kein Teil der Aschewolke mit Grey Zone oder Black Zone europäische Landmassen erreichen.
Wir gehen davon aus, dass am Pfingstwochenende alle Hin- und Rückflüge wie geplant stattfinden werden.
Unser Tipp:Â Reisesuchmaschine
Nach einer kurzzeitigen Sperrung wegen der Aschewolke ist der Flughafen London Heathrow seit 7.00 Uhr Ortszeit (8.00 Uhr deutscher Zeit) wieder in Betrieb.Â
Es kann jedoch zu Verspätungen kommen. Die Reisenden werden gebeten, sich in jedem Fall zum Flughafen zu begeben und sich von der jeweiligen Airline über den Stand ihres Fluges informieren zu lassen.
Im Moment sind wegen der Aschewolke folgende Flughäfen geschlossen:
- Edinburgh und weitere Regionalflughäfen in Nordirland und in Schottland
- Dublin und Regionalflughäfen in Irland
- Amsterdam bis 14 Uhr
- Rotterdam und Groningen bis 14 Uhr
- Oostende bis 16 Uhr
- Keflavik
Da die Konzentration der Aschewolke über Irland in den letzten Stunden deutlich abgenommen hat, sind die Lufträume ueber Dublin, Shannon und Belfast seit 13.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr UTC) wieder für den Flugverkehr freigegeben. Die Flughäfen planen für den Nachmittag mit weitgehend regulärem Flugverkehr, Verzögerungen resultieren lediglich noch aus Flugstreichungen vom Vormittag.
Ein Flugverbot besteht aktuell nur mehr für ein über dem offenen Atlantik gelegenes Areal zwischen der Nordspitze Schottlands und dem Südosten von Island. Der Flugverkehr am internationalen Flughafen von Keflavik und an allen schottischen Flughäfen funktioniert aktuell ohne Einschränkungen.
Die Aktivität des isländischen Eyjafjalla-Vulkans hat in den letzten Tagen erneut zugenommen. In Verbindung mit südlichen Winden steigt seit dem 3. Mai abends die Aschekonzentration über Teilen des Nordatlantiks an. Momentan überdeckt die Aschewolke weite Teile Schottlands und Irlands.
Für die kommenden 24 Stunden ist mit einer weiteren leichten Verlagerung nach Osten zu rechnen, so dass morgen auch Teile Südenglands betroffen sein könnten.
Momentan sind die Lufträume über Dublin, Shannon und Belfast geschlossen, die genannten Flughäfen haben den Flugbetrieb eingestellt. Vorerst gilt diese Luftraumschließung bis zum 4. Mai 12:00 Uhr UTC (13.00 Uhr Ortszeit). Der Flughafen Keflavik auf Island dagegen ist bei der momentan vorherrschenden Windrichtung völlig uneingeschränkt in Betrieb. Im Flugbetrieb von Icelandair gibt es keine Unregelmäßigkeiten, alle Flüge operieren planmäßig. Nach allen uns vorliegenden Informationen gibt es derzeit auch im Flugbetrieb der schottischen Flughäfen keine Einschränkungen.
Der Ausbruch des Eyjafjallajoekull-Vulkans hat den Flugverkehr im Norden Europas fast komplett zum Erliegen gebracht. Wegen der Aschewolken, die sich immer weiter ausbreiten, wurden viele Lufträume in Nordeuropa vorübergehend geschlossen. Auch stellten viele nordeuropäische Flughäfen den Betrieb ein.
In Deutschland sind aktuell die Flughäfen von Hamburg, Berlin, Hannover, Köln, Düsseldorf, Münster, Dortmund, Bremen und Frankfurt gesperrt.
Somit stehen derzeit nur die Flughäfen von München, Nürnberg und Stuttgart zur Verfügung.
Wo möglich, wird der Verkehr auf diese Flughäfen umgelenkt, aber auch hier ist mit erheblichen Einschränkungen wegen Überlastung zu rechnen.
Von Flughafenschließungen betroffenen Passagieren, die auf innerdeutschen Zubringerflügen nach München gebucht sind, empfehlen wir die Medienberichterstattung zu verfolgen und gegebenenfalls die im Reisepreis enthaltene alternative Anreise per Bahn zu ihrem internationalen Flug zu wählen.
Für den weiteren Zug der Aschewolken gibt es unterschiedliche meteorologische Szenarien, so dass sich präzise Vorhersagen über die Auswirkungen auf den Süden Deutschlands noch nicht treffen lassen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass der Flughafen in München am heutigen Freitag den Betrieb aufrecht erhalten kann.
Der im Südosten der philippinischen Hauptinsel Luzon gelegene Mayon-Vulkan hat in den letzten Tagen seine Aktivität deutlich erhöht. Nach ersten Ausbrüchen ist es am 14. Dezember zur Bildung einer riesigen Aschewolke gekommen. In einer ersten Reaktion auf diese Ereignisse haben die Behörden mit der Evakuierung von Zehntausenden Bewohnern in den umliegenden Bezirke begonnen. Vulkanologen rechnen mit einer Phase verstärkter Ausbrüche, die mehrere Monate andauern könnte.