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In Kolumbien und in Teilen Venezuelas ist es in den letzten Tagen zu schweren Regenfällen gekommen. Erdrutsche, Überschwemmungen und hierdurch ausgelöste Straßenunterbrechungen führten oertlich zu erheblichen Störungen des öffentlichen Lebens.
Das Auswärtige Amt hat am 1. Dezember seine Reisehinweise aktualisiert. Darin heißt es wörtlich:
Kolumbien:
„In ganz Kolumbien ist es in den letzten Wochen zu außergewöhnlich schweren Regenfällen gekommen. Auch Hauptverkehrsstrecken sind daher zeitweilig wegen Erdrutschen und Überschwemmungen nicht oder nur eingeschränkt passierbar.“
Venezuela:
„Die seit mehreren Tagen nahezu ununterbrochen anhaltenden Regenfälle haben in großen Teilen Venezuelas zu überschwemmungen sowie zu Schlamm- und/oder Geroelllawinen geführt, die die Straßenverkehrs-verbindungen beeinträchtigen und teilweise vollständig blockieren. Es kann zu weiteren Beeinträchtigungen des Flugverkehrs kommen.
Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten FALCON, in dem der Notstand ausgerufen wurde, sowie MIRANDA (mit der Hauptstadt CARACAS), ARAGUA, ANZOATEGUI und VARGAS. Auch der in VARGAS gelegene Internationale Flughafen von Caracas (Maiquetia) ist betroffen, ebenso die Verbindungsstraße von Caracas zum Flughafen.“
Die genannten Bundesstaaten Venezuelas liegen allesamt an der Nordküste.
Ungewöhnlich starke Regenfälle haben in den letzten Tagen im Großraum von Rio de Janeiro zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Unterbrechungen wichtiger Straßen geführt.
Besonders betroffen waren die „Favelas“, häufig an steilen Berghängen errichtete Elendsviertel. Der Verkehr in der Großstadt brach teilweise zusammen, in einigen Stadtvierteln fiel der Strom aus. Viele Schulen und Behörden blieben am 6. April geschlossen.
Meteorologen rechnen in den nächsten Tagen mit weiteren Regenfällen, eine deutliche Wetterbesserung wird erst ab dem 10. April erwartet.
Nach vorübergehender Schließung hat der internationale Flughafen der Stadt in der Zwischenzeit seinen Flugbetrieb wieder aufgenommen, die von uns benutzten Hotels im Stadtviertel Ipanema erlitten keine Schäden.
Ungewöhnlich starke Regenfälle haben in den letzten Tagen in der Region Cuzco zu Überschwemmungen und Unterbrechungen wichtiger Straßen- und Schienenverbindungen gefuehrt. Nach wie vor ist die Bahnverbindung von Cuzco ueber Ollantaytambo in das unmittelbar unterhalb der Ausgrabungsstätte von Machu Picchu gelegene Aguas Calientes unterbrochen.
Auch im Urubambatal zwischen Pisac und Ollantaytambo bleiben wichtige Verbindungen gesperrt. Die Straße von Cuzco zum Titicacasee ist zwar momentan noch passierbar, Erdrutsche fuehren aber auch hier zu Verzögerungen. Insgesamt ist die Lage rund um Cuzco angespannt.
Vor diesem Hintergrund rät das Auswärtige Amt in seinem am 26. Januar aktualisierten Sicherheitshinweis von Reisen in die Gegend von Cuzco ab und schreibt wörtlich:
„Nach schweren Regenfällen sind in der Gegend um Cusco viele Urlauber von der Außenwelt abgeschnitten. Überschwemmungen haben den Ort Aguas Calientes in der Naehe der Touristenattraktion Machu Picchu unzugänglich gemacht. Die Touristen werden von Armee und Polizei mit Hubschraubern aus Aguas Calientes ausgeflogen. Die Eisenbahnstrecke zwischen Machu Picchu und der Provinzhauptstadt Cusco ist unterbrochen. Die Verkehrsflüge zwischen Cusco und Lima verkehren wegen des starken Regens unregelmaeßig, so dass je nach Wetterlage auch mit der vollständigen Einstellung gerechnet werden muss. Von Reisen in die Gegend von Cusco wird zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten.“
Ungewoehnlich starke Regenfälle haben in den letzten Tagen in der Region Cuzco zu Überschwemmungen und Unterbrechungen wichtiger Straßen- und Schienenverbindungen geführt. Nach mehreren Erdrutschen ist seit dem 25. Januar auch die Bahnverbindung von Cuzco über Ollantaytambo in das unmittelbar unterhalb der Ausgrabungsstätte von Machu Picchu gelegene Aguas Calientes unterbrochen. Da Aguas Calientes im letzten Teilstück nur per Zug erreichbar ist, sitzen dort aktuell bis zu 2000 Besucher fest.
Zudem wurden durch Erdrutsche und unterspülte Bruecken wichtige Straßenverbindungen im Valle Sagrado, dem Urubambatal zwischen Pisac und Ollantaytambo, unpassierbar. Da auch fuer die nächsten Tage anhaltende Regenfälle vorhergesagt wurden, ist kurzfristig nicht mit einer Normalisierung der Lage zu rechnen.