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Ein Erdbeben der Stärke 8,8 nach Richter hat am 27. Februar frühmorgens weite Teile Zentralchiles erschüttert. Sein Epizentrum lag circa 115 Kilometer vor der Küste von Concepcion im Pazifik. Es war das stärkste Erdbeben in Chile seit 50 Jahren.
Nach sorgfältigen Recherchen vor Ort ergibt sich für uns aktuell folgendes Bild der Lage: Die schwersten Zerstörungen gab es in den südlich von Santiago gelegenen Regionen von Maule, Biobio und Araucania.  Lokale Flutwellen richteten an der Küste dieser Regionen zusätzliche Schäden an.
In Santiago sind insbesondere in den Außenbezirken und an einigen Straßenverbindungen erhebliche Schäden zu verzeichnen. Die Hotels in der Hauptstadt und die wichtigsten Besichtigungspunkte blieben dagegen weitgehend intakt. Am internationalen Flughafen von Santiago entstanden groeßere Schäden am Terminal, der Tower und die Landebahnen sind funktionsfähig. Vereinzelte Linienmaschinen und Hilfsflüge konnten seit dem 28. Februar abends wieder landen. Mit einer Wiederaufnahme des regulären Flugverkehrs ist jedoch frühestens am 3. März zu rechnen.
Der chilenische Teil Patagoniens und der gesamte Norden mit Antofagasta, Calama sowie Arica sind vom jüngsten Erdbeben nicht betroffen.
In Reaktion auf das Erdbeben hat das Auswärtige Amt am 27. Februar folgenden aktuellen Hinweis in seine Reisehinweise zu Chile aufgenommen:
„Am 27. Februar 2010 wurde Chile von einem schweren Seebeben der Staerke 8,8 erschüttert. Das Epizentrum lag auf Höhe der Stadt Concepción. Das Ausmaß der Schäden ist betraechtlich und es muss mit einer größeren Zahl von Opfern sowie Nachbeben gerechnet werden.
Reisende werden gebeten, die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Weisungen der örtlichen Sicherheitskräfte Folge zu leisten.“