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Die seit einer Woche anhaltende Zufuhr kalter antarktischer Luft hat in weiten Teilen Südamerikas zu einem deutlichen Temperatursturz und zu vereinzelten Schneefällen in den Hochlagen geführt.
Neben Chile und Argentinien sind auch Bolivien und Peru von dieser Kältewelle betroffen. Um die Hilfsmaßnahmen für die besonders betroffene Bergbevölkerung besser koordinieren zu können, hat die peruanische Regierung vor kurzem in 16 von 25 Regionen den Notstand ausgerufen.
Bei einem Rundflug über die berühmten Linienbilder von Nazca ist am 25. Februar mittags (Ortszeit) eine Maschine der Nazca Airlines abgestürzt. Alle sechs Insassen und der Pilot der Cessna 206 kamen bei dem Absturz ums Leben. Nach Berichten peruanischer Medien handelte es sich bei den Passagieren um drei Peruaner und drei Chilenen. Die Unglücksursache ist bisher nicht bekannt. Die gleiche Maschine musste bereits im November 2008 bei einem Rundflug notlanden, der Vorfall ging damals glimpflich aus.
Bereits seit längerem weist auch das Auswärtige Amt in seinen Reiseinformationen zu Peru auf eine erhöhte Zahl von Unfällen bei Nazca-Rundflügen hin. Im letztmalig am 17. Februar aktualisierten Reisehinweis heißt es dazu wörtlich:
„Wer Flüge über die Nazca-Linien erwägt, sollte bedenken, dass Anfang April 2008 ein Flugzeug mit ausländischen Touristen abgestürzt ist (5 Tote) und es auch zuvor mehrmals fast zu Flugunfällen gekommen ist. Das Auswärtige Amt kann daher solche Flüge zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht empfehlen.“
Ungewoehnlich starke Regenfälle haben in den letzten Tagen in der Region Cuzco zu Überschwemmungen und Unterbrechungen wichtiger Straßen- und Schienenverbindungen geführt. Nach mehreren Erdrutschen ist seit dem 25. Januar auch die Bahnverbindung von Cuzco über Ollantaytambo in das unmittelbar unterhalb der Ausgrabungsstätte von Machu Picchu gelegene Aguas Calientes unterbrochen. Da Aguas Calientes im letzten Teilstück nur per Zug erreichbar ist, sitzen dort aktuell bis zu 2000 Besucher fest.
Zudem wurden durch Erdrutsche und unterspülte Bruecken wichtige Straßenverbindungen im Valle Sagrado, dem Urubambatal zwischen Pisac und Ollantaytambo, unpassierbar. Da auch fuer die nächsten Tage anhaltende Regenfälle vorhergesagt wurden, ist kurzfristig nicht mit einer Normalisierung der Lage zu rechnen.