Posts Tagged ‘Sahara’

29th April
2011
written by admin

Die innenpolitische Situation in Tunesien hat sich in den letzten Wochen weiter beruhigt. Eine überparteiliche Kommission erarbeitet derzeit die Regeln für die am 24. Juli geplanten demokratischen Wahlen. Das öffentliche Leben hat sich insbesondere in den Ballungszentren normalisiert. Dennoch finden nach wie vor in Tunis sowie in anderen Städten des Landes meist friedlich verlaufende Protestkundgebungen verschiedener politischer Gruppierungen, Berufszweige und Gewerkschaften statt. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage großer Schichten der Bevölkerung sowie einer unverändert hohen Arbeitslosigkeit sind weiterhin lokale Straßenblockaden, Streiks, Besetzungen von Fabriken und daraus resultierende Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften nicht auszuschließen.

Aufgrund der insgesamt stark verbesserten Sicherheitslage hat das Auswärtige Amt am 26. April seinen Sicherheitshinweis deutlich entschärft. Das Amt rät nun auch nicht mehr von Reisen in das westliche Hinterland Tunesiens ab und schreibt wörtlich:

„In der Hauptstadt Tunis und dem gesamten Küstenbereich im Norden und Osten des Landes hat sich die Sicherheitslage weitgehend stabilisiert. Auf Djerba ist die Lage sicher geblieben. Es ist allerdings – im Vergleich zu früher – mit erhöhter Kleinkriminalität zu rechnen; außerhalb der Hotelanlagen wird deshalb zu erhöhter Vorsicht, insbesondere im Hinblick auf Diebstähle, geraten. Menschenansammlungen sollten weiterhin gemieden werden.

Reisen in die westlichen Gebiete nahe der algerischen Grenze bei Thala und Kasserine sollten nur im Rahmen organisierter Touren durchgeführt werden.

Auf eine derzeit verhängte nächtliche Ausgangssperre in der Gegend um Gafsa wird hingewiesen. Man sollte sich vor Ort über die aktuelle Lage informieren.

Das Auswärtige Amt rät – wie in allen Ländern der Region – unabhängig von der weiteren Lageentwicklung auch weiterhin bei Aufenthalten in Tunesien grundsätzlich zu erhöhter Aufmerksamkeit. Es weist insbesondere auf die Gefahren bei Reisen in die Sahara im nahen Grenzgebiet zwischen Tunesien, Algerien und Libyen hin; besonders im weit südwestlich des Chott el Jerid an der algerischen Grenze gelegenen Gebiet. Von Reisen in die von den tunesischen Behörden dort ausgewiesenen Sperrgebiete wird weiter dringend abgeraten.“

4th Januar
2010
written by admin

Das Auswärtige Amt hat seinen Sicherheitshinweis fuer zwölf Länder der Sahararegion erneut ueberarbeitet und in Teilen verschärft. Hintergrund sind zunehmende Aktivitäten von terroristischen Gruppierungen, erneute Entführungen von westlichen Ausländern in Niger, Mali und Mauretanien und mehrere in abgelegenen Wüstenregionen geplante Sport- und Kulturveranstaltungen. Das Amt rät in allen betroffenen Laendern weiterhin eindringlich von Reisen in abgelegene und nicht hinreichend geschützte Regionen in der Sahara und ihren Randgebieten ab und schreibt wörtlich:

„In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQiM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militaerpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.“

Informatio von Studiosius, buchbar über www.sportmeeting.ch