Posts Tagged ‘Türkei’
Auf dem Weg von Teheran nach Düsseldorf musste eine Maschine der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air in Istanbul notlanden. Laut Medienberichten soll das linke Triebwerk der Maschine ausgefallen sein.
Die rund 200 Passagiere blieben unverletzt. Die Notlandung und einen Schaden am Triebwerk wollte Mahan Air nicht bestätigen. Eine Sprecherin des Düsseldorfer Flughafens sagt: “Wir haben die Information, dass die Maschine aufgrund eines technischen Defekts zwischenlanden musste.”
Die Landung in der Türkei verlief ohne Probleme. Die Passagiere sollen in Istanbul auf eine Ersatzmaschine warten. Sie werden am Abend in Düsseldorf erwartet.
Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Rebellen und türkischen Streitkräften haben in den letzten Wochen in einigen Regionen im Südosten der Türkei erneut zugenommen. In Reaktion auf einen Rebellenangriff auf einen grenznah zum Irak gelegenen Militaerstützpunkt der Armee am 19. Juni führt die türkische Armee wieder begrenzte Aktionen gegen kurdische Stützpunkte im Irak durch.
Die vor allem im Westen des Landes tätige Terrororganisation „Kurdische Freiheitsfalken - TAK“ hat inzwischen die Verantwortung für einen Anfang Juni in Istanbul verübten Anschlag auf einen Polizeibus übernommen. Medienberichten zufolge drohte die Organisation erneut mit Anschlägen gegen touristische Einrichtungen in der Westtürkei.
Aktuell gilt der letztmalig am 18. Juni aktualisierte Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Hier weist das Amt in allgemeiner Form darauf hin, dass in allen Landesteilen Terrorakte auch weiterhin nicht grundäetzlich ausgeschlossen werden können und schreibt wörtlich:
„Nach Bombenexplosionen in verschiedenen Städten im Jahre 2008 und zuletzt am 08. Juni 2010 - gegen Polizisten gerichtet - in einem Stadtteil Istanbuls befinden sich die Sicherheitsvorkehrungen landesweit unverändert auf hohem Niveau. Es muss in allen Teilen der Türkei weiterhin von einer abstrakten terroristischen Bedrohung ausgegangen werden.
Bezogen auf den Osten und Südosten des Landes liegen aktuell keine konkreten Gefährdungshinweise vor. Wegen der Aktivitäten der PKK sind jedoch Reisen in diesen Landesteil mit einem erhöhten Risiko behaftet. Weiterhin kommt es dort auch zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Das türkische Militär unternimmt nach wie vor grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Stellungen im Nordirak. Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist mit Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und Militärbewegungen zu rechnen.
Der türkische Generalstab hat sechs Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkâri - insbesondere das Gebiet suedöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak (in den Bergen, um und zwischen Sirnak und Hakkari befinden sich mehrere Sperrzonen) sowie nordwestlich von Diyarbakir und südoestlich der Ortschaft Cizre (Dreilaendereck Tuerkei - Syrien - Irak) - zu zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen.“
Nach dem Anschlag auf einen Polizeibus am 8. Juni im Istanbuler Vorort Kuecuekcekmece mit mehreren Leichtverletzten hat das Auswärtige Amt am 11. Juni seinen Sicherheitshinweis zur Türkei aktualisiert. Es weist in allgemeiner Form darauf hin, dass in allen Landesteilen Terrorakte auch weiterhin nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden können und schreibt wörtlich:
„Nach Bombenexplosionen in verschiedenen Städten im Jahre 2008 und zuletzt am 08. Juni 2010 - gegen Polizisten gerichtet - in einem Stadtteil Istanbuls befinden sich die Sicherheitsvorkehrungen landesweit unverändert auf hohem Niveau. Es muss in allen Teilen der Türkei weiterhin von einer abstrakten terroristischen Bedrohung ausgegangen werden.“
Nach dem Verbot der Kurdenpartei DTP durch das türkische Verfassungsgericht ist es in mehreren Städten der Südosttürkei sowie in Istanbul zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen von Anhängern der DTP mit den Sicherheitskräften gekommen. Weitere Proteste sind auch in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen.
In Reaktion auf diese Ereignisse hat das Auswärtige Amt am 17. Dezember folgenden aktuellen Hinweis in seine Reisehinweise zur Türkei eingefügt:
„Wegen der aktuellen innenpolitischen Lage kommt es zurzeit in der Türkei immer wieder zu Demonstrationen, gelegentlich verbunden mit gewalttätigen Ausschreitungen. Reisende sollten derartige Menschenansammlungen meiden.“